Prognose über Höhe der EEG-Umlage 2015

Während die Diskussion um die Höhe der EEG-Umlage in den zurückliegenden Jahren vor allem den September spannend machte, kam das Thema 2014 schon im August auf’s Tableau. Der Blick auf das mit 1,06 Milliarden im Plus stehende EEG-Umlage-Konto ließe den Schluss zu, dass die EEG-Umlage im nächsten Jahr zum ersten Mal seit langem wieder sinken werde. Die Tageszeitung „Die Welt“ hofft nun für Haushaltskunden auf eine „Stabilisierung der Stromkosten“ (In der Vergangenheit hatten Stromversorger die EEG-Umlage häufig als Grund für steigende Strompreise genannt.) Der Artikel nennt keine Zahlen, obwohl der Anlass der Meldung – die Kurzstudie „Auswirkungen einzelner Änderungen im EEG 2014 auf die EEG-Umlage“ des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme, IZES, im Auftrag der grünen Bundestagsfraktion – genauere Zahlen bereit hält. Das IZES prognostiziert eine EEG-Umlage von 5,9 bis 6,0 Cent im nächsten Jahr. (Zum Vergleich: Derzeit liegt sie bei 6,24 Cent.) Danach würde die EEG-Umlage wieder leicht ansteigen. Ursache dafür wäre laut IZES weniger der Ausbau der regenerativen Erzeugungskapazität, sondern vielmehr die Berechnungsgrundlage der Umlage. „Die Entwicklung der EEG-Umlage selbst dürfte in den nächsten Jahren im Wesentlichen von Effekten aus der Berechnungssystematik der EEG-Umlage selbst geprägt sein. Diese wären auch mit Fortbestand des EEG 2012 eingetreten.“

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Die Tageszeitung „Die Welt“ betont, dass die prognostizierte Absenkung der EEG-Umlage 2015 nichts mit der gerade in Kraft getretenen Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu tun habe. Die Auswirkungen des Gesetzes würden erst bei der Umlage 2016 richtig sichtbar werden. Welche Konsequenzen die Novelle konkret haben wird, thematisiert der Artikel nicht – obwohl die Kurzstudie von IZES auch hierzu Prognosen enthält. Das Forschungsinstitut geht davon aus, dass die nun eingeführten Maßnahmen – Ausbaukorridor, Belastung des Eigenverbrauchs – nicht die politisch avisierten Ziele der Kostenersparnis erreichen können: Die Kosten würden lediglich geringer ansteigen, sänken aber nicht ab.

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