Nur Erneuerbare Energien sorgen für eine generationsgerechte Energieversorgung

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer wehrte den Vorschlag von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), die EEG-Umlage zu strecken und teilweise über Kredite vorzufinanzieren, mit dem Hinweis auf die Generationsgerechtigkeit ab. Dem Straubinger Tagblatt gegenüber sagte er, den künftigen Generationen dürften die Energiekosten von heute nicht zusätzlich aufgebürdet werden. Folgt die deutsche Energiepolitik dieser Prämisse, dann gilt es, die Erneuerbaren Energien zügig auszubauen und so schnell wie möglich aus der Energieversorgung aus Kohle und Atom auszusteigen. Denn gerade Kohle- und Atomenergie bürden nachfolgenden Generationen große Umwelt- und Klimaschäden sowie immense Folgekosten auf.

Quelle: naturfreunde Gabriele Senft

Nur Erneuerbare Energien sind in der Lage, das derzeitige Prinzip, die Kosten der Energieversorgung auf die nachfolgenden Generationen zu verlagern, aufzubrechen.

Der Wohlstand der Bundesrepublik hat in der Vergangenheit zum großen Teil auf der Verfügbarkeit von günstiger Energie und billigen Rohstoffen beruht. Die Förderung von Erdöl und Erdgas, Kohle und Uran hatte und hat negative Auswirkungen. Der Klimawandel ist eine von ihnen, mit denen die Menschen heute und in Zukunft konfrontiert sind. Unter Folgen wie Ernteausfällen, Naturkatastrophen oder Krankheiten leiden heute besonders schon Menschen in Entwicklungsländern. Aber auch die künftigen Generationen in Deutschland werden von verschmutzter Luft, verseuchten Böden und Gewässern, fehlenden Endlagern für radioaktiven Müll betroffen sein. Die Internationale Energieagentur (IEA) kommt in ihrem „zentralen Szenario“ des World Energy Outlook 2013 zu dem Ergebnis, dass der Kohlendioxid-Ausstoß bis 2035 um 20 Prozent ansteigen wird, mit der Folge, dass sich die Erde auf eine Erwärmung um 3,6 Grad Celsius zubewegt und die international vereinbarte 2-°C-Grenze deutlich überschritten wird.

Die von fossile Energien und Atomkraft hervorgerufenen Probleme verursachen außerdem volkswirtschaftliche Kosten. Einer Berechnung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) zufolge beliefen sich die verborgenen Kosten der fossilen und atomaren Stromproduktion 2012 auf mehr als 40 Milliarden Euro. Diese Summe erscheint zwar nicht auf der Stromrechnung, muss aber dennoch vom Staat und den Bürgern getragen werden – mit entsprechenden Auswirkungen auf den Bundeshaushalt und die Höhe der Steuern. Würden die Folgekosten der veralteten Energieerzeugung stattdessen direkt von den Stromkunden getragen werden, würde der Strompreis laut FÖS 10,2 Cent je Kilowattstunde (kWh) höher liegen. Da Folgekosten heute allerdings nicht direkt über den Strompreis abgegolten werden, verlagert sich das Begleichen dieser Zeche. So betragen zum Beispiel die vom Kohlabbau verursachten Kosten für Bergschäden, abgepumptes Grundwasser und Tagebausanierung jährlich 0,5 Milliarden Euro. Für mehr Generationsgerechtigkeit sorgen indes die Erneuerbaren Energien. Denn Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie machen unabhängig von endlichen Ressourcen und schonen das Klima. In vielen Ländern ohne funktionierende Stromnetze sind sie die einzige Möglichkeit, der Bevölkerung Zugang zu Energie und damit zu wirtschaftlicher Entwicklung zu schaffen. Im Interesse unserer Nachbarn und unserer Kinder können wir es uns nicht leisten, mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien zu warten.

akzeptanzumfrage2013

Das Generationsgerechtigkeit ein schlagendes Argument der Erneuerbaren Energien für die deutsche Bevölkerung. Eine sichere Zukunft für kommende Generationen gehört zu den in einer repräsentativen Meinungsumfrage im Sommer 2013 am häufigsten genannten Vorteilen der Energiewende. 77 Prozent der Befragten sehen sie durch den Umstieg auf Erneuerbare Energien gewährleistet.

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