Intelligente Netze

Ja zum Netzausbau! Damit die Energiewende gelingt.

Morgens im Büro den Computer hochfahren, abends zuhause die Waschmaschine anstellen, nachts im Schlafzimmer das Licht anknipsen. Der Strom dafür fließt, wann und wo immer wir ihn brauchen. Selbstverständlich. Damit das so bleibt, brauchen wir mehrere tausend Kilometer neue Stromtrassen.

Kernenergie Ausstieg bis 2022

Bis 2022 steigt Deutschland aus der Kernenergie aus. Um die erforderliche Strommenge ohne sie zu produzieren, setzen wir auf den Ausbau erneuerbarer Energien wie Wind, Wasser und Sonne. Die Netze müssen dafür so ausgebaut werden, dass künftig Strom aus erneuerbaren Energien tatsächlich in jede Steckdose in Deutschland gelangt – und zwar immer dann, wenn wir ihn brauchen. Das Stromnetz selbst ist also der Dreh- und Angelpunkt für die sichere Versorgung mit Energie.

Netzausbau geht voran

Und der Ausbau der Leitungen geht voran: Erst im Sommer 2013 hat mit dem Beschluss des Bundesbedarfsplangesetzes (BBPIG) ein neues Kapitel des Netzausbaus begonnen. Die neuen Regelungen werden Planungs- und Genehmigungsverfahren deutlich beschleunigen – von zehn auf etwa vier Jahre. Denn künftig ist die Bundesnetzagentur für die Projekte zuständig, die Ländergrenzen überschreiten. Vorher waren die Kompetenzen dafür auf die einzelnen Bundesländer verteilt, die jeweils nur ihren Teilabschnitt geplant haben. So ist dem neuen Gesetz zu verdanken, dass der Netzausbau nun aus einem Guss geplant und damit beschleunigt wird. Das macht das Bundesbedarfsplangesetz zu einem Meilenstein für den Netzausbau – und damit für den Erfolg der Energiewende.

Von der Anlage in die Steckdose

Eine große Herausforderung für die Energiewende ist die regionale Verteilung der neuen Stromerzeugungsanlagen. Denn im Norden Deutschlands, wo der meiste Wind weht, werden künftig Windkraftanlagen viel Strom produzieren. Die großen Industriezentren liegen aber im Süden der Bundesrepublik. Deswegen müssen wir den Strom aus dem Norden über neue Trassen in den Süden transportieren. Und wenn der Wind im Norden einmal nicht weht, sollen konventionelle Kraftwerke einspringen. Damit unsere Stromversorgung sichergestellt bleibt, sind also auch Investitionen in hochmoderne Kohle- und Gaskraftwerke notwendig. Ein leistungsfähiges Netz ist außerdem die Voraussetzung dafür, dass in Zukunft neue dezentrale Erzeugungsanlagen ihren Strom einspeisen können.

Die Bundesregierung hat mit dem Bundesbedarfsplangesetz und mit dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) die Voraussetzung für den beschleunigten Netzausbau geschaffen. Zusätzlich hat das BMWi die Plattform „Zukunftsfähige Energienetze“ ins Leben gerufen. Sie holt alle Interessengruppen an einen Tisch und erarbeitet Lösungen für den Netzausbau und für die Modernisierung der Stromnetze. Denn eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung ist unverzichtbar für jeden privaten Haushalt und für den Erfolg unserer Wirtschaft. Mit ihr sichern wir auch in Zukunft Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand.

Informationsoffensive „Ja zum Netzausbau“

Nur mit der Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger wird ein Infrastrukturprojekt wie der Netzausbau gelingen. Deshalb wirbt das BMWi mit dem Spot „Der lange Marsch zum Strom“ und der zugehörigen Anzeigenlinie für ein „Ja zum Netzausbau“. Akteure des Netzausbaus erklären zudem in kurzen Filmbeiträgen der „Energiereporter“ und dem Multimedia-Reportage-Format „Menschen des Netzausbaus“, was schon getan wird, damit die Stromversorgung auch morgen sicher und bezahlbar bleibt.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

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