Heizungswechsel: Förderampel für erneuerbare Wärme steht weiterhin auf Grün

Zuschüsse für Holzheizungen, Wärmepumpen und Solarwärmeanlagen können nach Einbau jetzt noch schnell beantragt werden

„Wer auf eine Heizung mit Erneuerbaren Energien umsteigt, kann über die Jahre bekanntlich viel Geld sparen. Weit weniger bekannt ist, dass der Wechsel zu umweltfreundlicher Wärme auch mitten während der Heizsaison möglich ist“, stellt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, fest. Da die Fördertöpfe für das ablaufende Jahr noch nicht leer sind, könnten sich Kurzentschlossene noch über einen Zuschuss aus dem staatlichen Marktanreizprogramm freuen, so Vohrer weiter. Der Förderantrag ist dabei nach Inbetriebnahme der neuen Heizung zu stellen. Wärmewechsler, die in diesem Jahr bereits auf eine Öko-Heizung umgestiegen sind, können ihre Förderanträge jetzt noch schnell beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einreichen.

Es stehen noch genug Fördermittel zur Verfügung

Nicht nur der Tannenbaum, sondern auch die Förderampel des BAFA für Wärmepumpen, Solaranlagen und Pelletheizungen leuchtet kurz vor Weihnachten immer noch in kräftigem Grün. Damit signalisiert das Amt, das die Zuschüsse für regenerative Heizungen vergibt, dass noch genügend Fördermittel zur Verfügung stehen. Heizungswechsler können den staatlichen Zuschuss nach dem Einbau der Heizung beantragen: Bis zu sechs Monate nach Inbetriebnahme der Heizung kann der Antrag beim BAFA gestellt werden. Wer also beispielsweise im Oktober dieses Jahres eine Wärmepumpe, Solarwärmeanlage oder Holzheizung in Betrieb genommen hat, kann bis April des Folgejahres den Förderantrag einreichen. „Besitzer einer veralteten Heizung sollten beim Wärmewechsel auf die Tube drücken, solange die Ampel noch auf Grün steht“, rät Philipp Vohrer.

Wärmewende auch im Winter möglich

Sogar während der Heizperiode ist ein Austausch der Heizung möglich, bestätigt der Bundesverband für Solarwirtschaft. Vor Eiszapfen im Wohnzimmer, während die Installateure am Werke sind, muss sich also niemand fürchten. Das Bundesumweltministerium fördert den Heizungswechsel mit Zuschüssen und Darlehen, die sich auf mehrere Tausend Euro summieren können. Für eine Pelletheizung mit Solaranlage und Pufferspeicher gibt es beispielsweise fast 5.000 Euro vom Staat, für eine Luftwärmepumpe mit solarer Unterstützung etwa 4.500 Euro. Wer nicht genügend Geld auf der hohen Kante hat, kann sich für die restliche Investitionssumme einen zinsgünstigen Kredit von der KfW holen. „Fakt ist: Für fast jedes Haus steht eine geeignete Erneuerbare-Energien-Technologie zur Verfügung. Die Heizkosten werden nach dem Umstieg auch kühlen Rechnern das Herz erwärmen“, versichert Vohrer.

Kategorie erneuerbare Energien