Die Stromversorgung wird grün

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert seit dem Jahr 2000 den Einsatz von Wind- und Wasserkraft, Solar- und Bioenergie sowie seit 2004 auch von Erdwärme im Stromsektor. Vorgänger der Regelung war das Stromeinspeisungsgesetz (StrEG), in dem drei Grundprinzipien festgelegt wurden: Eine garantierte Einspeisevergütung für Ökostrom sorgt für Investitionssicherheit. Die regelmäßige Absenkung der Vergütungssätze bringt Innovationen voran. Und die Verteilung der Mehrkosten auf die Stromverbraucher verhindert eine Belastung der Staatskasse. Die so geschaffenen Rahmenbedingungen haben seitdem dafür gesorgt, dass sich der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland stetig nach oben entwickelt hat. Heute wird fast ein Viertel des deutschen Stroms aus Erneuerbaren Energien bereitgestellt.

Entwicklung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien

Ein Drei-Personen-Musterhaushalt mit 3.500 Kilowattstunden Stromverbrauch im Jahr fördert den Ausbau der Erneuerbaren Energien über die so genannte EEG-Umlage 2013 monatlich mit rund 15 Euro. Zu beachten ist allerdings, dass mehr als die Hälfte der Umlage nicht direkt der Förderung Erneuerbarer Energien zukommt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele Unternehmen nur einen Bruchteil der Umlage zahlen müssen und die Kosten auf weniger Schultern verteilt werden. Denn 18 Prozent des Stromverbrauchs stammen hierzulande von Unternehmen, die selbst nur 0,3 Prozent zur EEG-Umlage beitragen. Selbst die klimaschädliche Braunkohleindustrie profitiert von diesen Ausnahmen bei der EEG-Umlage.

Kategorie erneuerbare Energien