Bündnis fordert klare Vorfahrt für erneuerbare dezentrale Energiewende und den Kohleausstieg

Die Klimaallianz Deutschland und die Kampagne „Die Wende – Energie in Bürgerhand“ protestierten vor dem Reichstag in Berlin gegen die zunehmende Kohleverstromung und gegen das Abwürgen der Energiewende: im Gepäck 1 Tonne Braunkohle, ein Windrad und die BürgerInnen der Energiewende! Die Aktion war zugleich Auftakt des Klima-Aktionstags 2013, der am morgigen Samstag bundesweit mit mehr als 70 Aktionen stattfindet.

Appel an alle politischen Parteien

Das breite Bündnis appellierte mit der heutigen Aktion an die politischen Parteien, die Energiewende nicht weiter zu blockieren. „Von einer neuen Bundesregierung sind nach der Wahl klare Entscheidungen gefragt. Die zentrale Energieversorgung mit Kohle- und Atomkraftwerken muss der Vergangenheit angehören. Wir brauchen eine klare und verlässliche Richtungsentscheidung für die dezentrale Energiewende in der Hand der Bürgerinnen und Bürger. Dies ist ökonomisch vernünftig und wichtig für die Akzeptanz vor Ort“ sagte Thorben Becker, Leiter Energiepolitik beim BUND und Sprecher der Kampagne „Die Wende – Energie in Bürgerhand“.

Braunkohleverstromung muss gestoppt werden

Im Rahmen der Aktion befreiten die „BürgerInnen der Energiewende“ ein Windrad aus einem Riesenberg Kohle, um auf die hohe Kohleverstromung aufmerksam zu machen. Über 40 EnergiebürgerInnen zogen das Windrad aus der Kohle und stellten den klimaschädlichsten Energieträger so auf das Abstellgleis. Gerade die zunehmende Braunkohleverstromung gefährdet die Ziele der Energiewende und ließ die CO2 Emissionen im Jahr 2012 in Deutschland seit langer Zeit erstmals wieder steigen. Die bestehende Braunkohleverstromung und der neue Aufschluss von Braunkohletagebauen muss gestoppt werden. „Die Braunkohleverstromung ist ein großes Hindernis für eine erfolgreiche Energie- und Klimaschutzpolitik in Deutschland. Nach dem Atomausstieg brauchen wir jetzt endlich auch ein Datum für den Kohleausstieg – und zwar schnell!“, so Dr. Katharina Reuter, Leiterin der Geschäftsstelle der Klimaallianz Deutschland.

 Beitrag zu globaler Gerechtigkeit

Aber nicht nur Deutschland braucht die Energiewende – sie ist auch ein Beitrag zu mehr globaler Gerechtigkeit und ein Projekt mit internationaler Strahlkraft. Salma Mohamed Khalil, Sprecherin einer Jugenddelegation aus Ägypten, die ebenfalls an der Aktion teilnahm, betonte daher: „ Die Energiewende muss in Deutschland gelingen, um auch für andere Länder attraktiv zu werden. Wenn Deutschland die Energiewende nicht schafft, glaube ich kaum daran, dass z.B. Ägypten diesen Weg einschlagen wird.“

Der Klima-Aktionstag am 14.09.2013 stand unter dem Motto „Energiewende ist Politikwende – Wähle deine Zukunft“. Deutschlandweit haben Verbände und Organisationen mit über 70 Aktionen die Bundesregierung zu einer ambitionierten Klimaschutzpolitik aufrufen. Infos: www.klima-bewegen.de

Pressekontakte:
Dr. Katharina Reuter
Leitung Geschäftsstelle klima-allianz
E-Mail: reuter@klima-allianz.de
Telefon: 0178-4481991

Fabian Zuber
Kampagne „Die Wende – Energie in Bürgerhand“
Telefon: 0176-2005-9218

Thorben Becker, Leiter Energiepolitik BUND
Telefon: 0173-6071603

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