Anteil der Biokraftstoffe an der globalen Getreideernte

Biokraftstoffe sind neben der Senkung des Kraftstoffverbrauchs und erneuerbarer Elektromobilität der wichtigste Faktor für die Energiewende im Verkehrssektor. An den Agrarmärkten stehen 2013/14 nach guten Ernten Überschüsse verstärkt auch zur Produktion von Biokraftstoffen zur Verfügung. Laut einer Schätzung des als Weltgetreiderat bekannten International Grains Council (IGC) werden im Wirtschaftsjahr 2013/14 rund 149 Millionen Tonnen Getreide für die Biokraftstoffnutzung verwendet. Das sind knapp 9 Millionen Tonnen oder 6 Prozent mehr als im Wirtschaftsjahr 2012/13. Gleichzeitig bleibt der Anteil von Biokraftstoffen an der Nutzung der Weltgetreideernte mit rund 6 Prozent weitgehend konstant.

Biokraftstoff-Anteil an der globalen Getreideernte

Für die Ernährung der Weltbevölkerung wäre ausreichend Getreide vorhanden

Basis für diese Entwicklung sind gute Getreideernten in wichtigen Anbauländern. So rechnet die UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO) 2013/14 mit einer Steigerung der Weltgetreideproduktion um 7 Prozent auf 2,479 Millionen Tonnen. Der globale Getreideverbrauch soll sich lediglich um gut 3 Prozent auf 2,415 Millionen Tonnen erhöhen. Für die Ernährung der Weltbevölkerung wäre somit ausreichend Getreide vorhanden, während gleichzeitig der Bedarf der Biokraftstoffwirtschaft gedeckt werden kann.

Getreide wird für die Herstellung von Bioethanol benötigt

Getreide wird im Biokraftstoffbereich für die Herstellung von Bioethanol benötigt, das dem Benzin beigemischt wird oder auch mit Anteilen von 85 Prozent als Kraftstoff unter dem Namen E85 vermarktet wird. In Deutschland wird Ethanol vor allem in der Beimischung im Kraftstoff E10 eingesetzt, während E85 ein Nischenprodukt ist. Anders sieht es beispielsweise in Brasilien aus, wo sogenannte Flex-Fuel-Pkw (FFV), die mit wechselnden Kraftstoffmischungen betrieben werden können, weitaus stärker verbreitet sind als hierzulande.

Ein mögliches Wachstum der Biokraftstoffbranche ist in Deutschland allerdings durch die geltende Biokraftstoffquote von 6,25 Prozent beschränkt. Der Markt für reine Biokraftstoffe ist seit der Streichung von Steuerermäßigungen praktisch zum Erliegen gekommen.

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