Atom-Stiftung ist durchsichtiger Erpressungsversuch

Die Atom-Stiftung ist ein durchsichtiger Erpressungsversuch. „Die Bundesregierung sollte den Versuch der Energiekonzerne, sich von den Risiken ihrer Atomaktivitäten freizukaufen, klar ablehnen. Es geht nicht an, dass sich die Konzerne jahrzehntelange Folgekosten der Allgemeinheit aufbürden. Gerade angesichts der ungeklärten Endlagerproblematik für den atomaren Müll braucht es eine langfristige finanzielle Verantwortung derjenigen Unternehmen, die jahrelang massive Gewinne erwirtschaftet haben“, so Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie, zu entsprechenden Medienberichten.

Schadenersatzklagen der Konzerne als Druckmittel

„Angesichts der Probleme der alten Stromwirtschaft ist es allerdings zwingend erforderlich, dass bilanzierte Rückstellungen für den Rückbau der Atomkraftwerke auch tatsächlich zur Verfügung stehen. Hier erscheint es notwendig, dass die Bundesregierung gegebenenfalls auch gesetzgeberisch tätig wird. Dass die Konzerne ihre ungerechtfertigten Schadensersatzklagen jetzt als Druckmittel einsetzen, um das nicht mehr funktionierende Atomgeschäft loszuwerden, ist dreist. Es ist nichts anderes als der Versuch, den Staat und damit die Bürgerinnen und Bürger zu erpressen. Auch deshalb muss die Bundesregierung standhaft bleiben und die Stiftungsidee ablehnen.

zügige Fortgführung der Energiewende wichtig

Die enormen Folgekosten der Nutzung der Atomenergie sind nach wie vor nicht zu beziffern. Deshalb ist die zügige Fortführung der Energiewende so wichtig. Die Erneuerbaren Energien sind preiswert, nachhaltig und kostentransparent. Wir stemmen heute bereits 27 Prozent des Strommarktes und sind in der Lage, die zügige Abschaltung der Atomkraftwerke zu kompensieren. Damit ersparen wir nachfolgenden Generationen enorme finanzielle Lasten“, so der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie, Hermann Albers.

Hintergrund

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