Anteil Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch in Deutschland und energiepolitische Ziele 2020

Die Grafik zeigt die Entwicklung des Anteils der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch.

Insgesamt ist der Anteil der Erneuerbaren Energien im dargestellten Zeitraum stetig gestiegen. Im Jahr 2012 stellten die Erneuerbaren Energien schon 12,7 Prozent am Endenergieverbrauch in Deutschland. Damit ist man auf einem guten Weg, bis zum Jahr 2020 das von der Bundesregierung gesetzte Ziel von 18 Prozent Erneuerbare Energien am Endenergieverbrauch zu erreichen.

Die positive Gesamtentwicklung ist im Jahr 2012 allein auf die Entwicklung im Stromsektor zurückzuführen. Dank eines stetigen Wachstums stammten 2012 schon 23,5 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen. Zum erreichen des Mindestziels von 35 Prozent im Jahr 2020 ist aber weiterhin ein dynamisches Wachstum und dazu ein förderliches Marktumfeld nötig.

Im Wärmemarkt blieb der Anteil der Erneuerbaren Energien trotz höherem Gesamtenergieverbrauch ungefähr auf Vorjahresniveau. Es konnte ein leichtes Anteilswachstum von 9,9 auf 10,2 Prozent erreicht werden, insgesamt muss das Wachstum Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt jedoch zum Erreichen des selbstgesteckten Ziels von 14 Prozent am gesamten Wärmeverbrauch beschleunigt werden.

Die schwierigste Entwicklung ist bislang im Verkehrssektor zu verzeichnen. Hier wurde 2007 ein vorläufiger Höchststand erreicht. Seitdem ist der Anteil von Biokraftstoffen – unter anderem wegen des Zusammenbruchs des Marktes für reinen Biodiesel und der schleppenden Markteinführung von E10 – wieder gesunken, wenn auch gegenüber 2011 eine leichte Verbesserung erreicht werden konnte. Der zum ganz überwiegenden Teil aus der Nutzung von Biokraftstoffen resultierende Anteil Erneuerbarer Energien im Verkehrssektor ist mit 5,7 Prozent jedoch noch weit von dem durch eine EU-Richtlinie vorgegeben Mindestziel von 10 Prozent entfernt.

Kategorie erneuerbare Energien